Weißer Ring macht auf Missbrauchsfall aufmerksam

Der Weiße Ring in Pirmasens machte in den letzten Tagen auf die Geschichte eines jungen Mannes aufmerksam. Die Mitarbeiter des Weißen Rings beschreiben jenen Fall als den „bisher schwersten“. Bei dem Mann handelt es sich um den Pirmasenser Jérôme Lacroix, welcher in seinem Buch die eigene Leidensgeschichte berichtet. 

 

Lesen Sie im Folgenden die gesamte Pressemitteilung.

 

 

 

 

 

Pressemitteilung

vom 26.01.2018

 

 

Pressekontakt:

 

Steven Wink, MdL

Tel.: 06331 / 8045852

Mobil: 0176 / 32018489

E-Mail: wahlkreis@steven-wink.de

 

Die FDP-Fraktion und Steven Wink im Internet:

www.fdp-fraktion-rlp.de

www.facebook.com/FDP.Fraktion.RLP

www.twitter.com/FDPFraktionRLP,

www.steven-wink.de

www.facebook.com/StevenWink211

www.twitter.com/steven_wink

Weißer Ring macht auf Missbrauchsfall aufmerksam.

Steven Wink: „Wir müssen auf solche Geschehnisse aufmerksam machen“.

 

Pirmasens. Der Weiße Ring in Pirmasens machte in den letzten Tagen auf die Geschichte eines jungen Mannes aufmerksam. 

Die Mitarbeiter des Weißen Rings beschreiben jenen Fall als den „bisher schwersten“. 

Bei dem Mann handelt es sich um den Pirmasenser Jérôme Lacroix, welcher in seinem Buch die eigene Leidensgeschichte berichtet. 

 

Dazu Steven Wink:

„30 Jahre voller Misshandlungen durch die eigenen Eltern musste der Autor durchleben. 

In seinem Werk „Hinter deutschen Türen“ berichtet Jérôme Lacroix eindrucksvoll über sein Martyrium. 

Doch leider ist Jérôme kein Einzelfall. 

Misshandlungen durch die eigenen Eltern sind wohl eine der schlimmsten Erfahrungen, 

die Kindern widerfahren kann. 

Deswegen sehe ich es als Verantwortung jedes Einzelnen unserer Gesellschafft, 

auf solche Geschehnisse aufmerksam zu machen, 

für sie zu sensibilisieren und für unsere Kinder und jeden aus unserer Mitte einzustehen. 

Ich hoffe, dass Jérômes Geschichte am Ende Menschen vor solchen Taten bewahren kann, 

indem sie uns als Gesellschaft zeigt, dass wir mehr auf unsere Mitmenschen achten sollten.“

 

Das Buch und Informationen über den Autor finden Sie unter folgendem Link:
https://www.bod.de/buchshop/hinter-deutschen-tueren-jerome-lacroix-9783746078441

 

 

Kommentar schreiben

Kommentare: 9
  • #1

    Tanja D. (Mittwoch, 06 Februar 2019 20:37)

    Unglaublich!!!!
    Zum Weinen und sehr berührend.

    Hinter deutschen Türen wurde von mir gekauft.
    Es ist unfassbar, das solche verurteilten Personen mit „nur“ viereinhalb Jahren der Vater (inzwischen selig eingeschlafen), vier Jahren die Mutter einsitzen werden/müssen.
    Kleine Anmerkung: „die Strafen wurden anhand von Staatsermittlungen vom Staat verhängt, also sollte man als (Leser) tatsächlich an eine wahre Begebenheit glauben können“.
    Meines Erachtens müsste man diese Menschen (Abschaum von Menschen) mit mindestens „lebenslang“ weg sperren.
    Es ist nicht in Worte zu fassen, was das „Geschriebene“ in einem gesunden Menschen hervorrufen kann.
    Die Kinder, die inzwischen alle erwachsen sind, müssen mit den grausamen Taten (der seelischen Gewalt und deren Konsequenzen, die sicher ein Leben lang begleiten werden) die ihre „Erzeuger“ ihnen angetan haben, weiter leben.
    Das als „Eltern“ zu wissen, würde mich als dreifache Mama innerlich zerreißen.

    Großartig verfasstes Buch.
    Dem Autor, lieber Jerome Lacroix wünsche ich nach diesem langen Leidensweg nur noch Glück, Gesundheit, Liebe und Freude am Leben.
    Tanja D.

  • #2

    E.R. aus B. (Dienstag, 05 März 2019 16:32)

    Das Buch "Hinter deutschen Türen" habe ich gekauft, durch Empfehlung eines Neffen, Sohn von "Olaf" (im Buch so benannt), stammt. Trotzdem er auch einen ähnlichen Leidensweg durchlebte, wie sein Cousin -den Autor-, erschütterte es ihn so sehr, dass er Trost bei mir suchte und mir von den Aufzeichnungen erzählte.

    Alles was geschrieben steht, stimmt ! Ich selbst stamme aus der Generation davor, nämlich, der Vater seines Vaters, hatte mit seinen 18 Kindern (meine,deine,unsere) das Gleiche durchgezogen. Auch hier hatten weder Behörden, Lehrer, Ärzte, Nachbarn eingegriffen, alle wussten davon, wie wir Kinder physisch und psychisch aufs Äußerste misshandelt, gedemütigt und wie Sklaven gequält wurden. Ich habe es dank Traumatherapie "geschafft", auch dadurch, dass ich mich räumlich weit weg von dieser Misere entfernt und jegliche Kontakte abgebrochen hatte. Der Autor weiß sicher, wer die Kommentatorin ist. Es erschüttert mich zutiefst, dass es in dieser Familie auch so brutal zugegangen war. Auch unsere Kind- und Jugendzeit, war von brutalsten Misshandlungen (Knochen- und Rippenfrakturen etc), Demütigen, nächtliches Durcharbeiten einer Heimarbeit etc. geprägt, die Schule war Nebensache, oft ausgefallen, weil wir so verprügelt ausgesehen hatten. Natürlich waren es "Treppenstürze", die uns die Lehrer sogar noch glaubten mussten. Ich bin sicher, dass Keine/r von uns von bleibenden Schäden verschont wurde. Bei mir z.B. wurde in der Uniklinik Homburg als ca. 3 jähriges Kind die Diagnose "Contusio Bulbi" (Augapfelprellung) festgestellt, die Folge waren über 20 Augenoperationen, um das Auge überhaupt erhalten zu können. Ich bin froh, wenigsten noch mit einem Auge sehen zu können.

    Vielleicht und hoffentlich wird man JETZT verhindern, dass in der neuen Generation die Kinder, des kriminell-sadistischen, asozialen Vater's W.N. alias Herr Nehzal und dessen Ehefrau C.N. sowie ihres Opas (W.N.) nicht kriminell werden und durch dieses traumatische Schicksal "wach" geworden sind. Das wünsche ich von Herzen !

    Ferner wünsche ich dem Autor, seiner Familie sowie seinen Geschwistern alles Gute und weiterhin die Kraft und Liebe, sein/ihr Leben glücklich meistern zu können.

    Von Herzen E.R.


  • #3

    Schiffsmädchen (Freitag, 12 April 2019 16:48)

    Ich habe bei der Lektüre dieses Buches nicht schlecht gestaunt.
    Auch ich bin in Zweibrücken aufgewachsen und habe dort in den 70er Jahren Ähnliches erlebt.
    Dass sich, wie in diesem Buch geschildert, die Ignoranz der Behörden, Lehrer, Nachbarn, Ärzte in Homburg und Zweibrücken über so viele Jahrzehnte noch unverändert fortsetzen konnte, ist unfassbar und sollte jedem dort und überall zu denken geben.
    Anders als Jerôme Lacroix wuchs ich bei Eltern auf, die gesellschaftlich auf der Provinzleiter ganz oben standen. Mein Vater war mit dem Bürgermeister befreundet, leitender Angestellter der Stadtwerke und ich ging aufs Gymnasium. Während meine Eltern Urlaub auf Westerland machten, blieb ich eingesperrt im Keller.
    Die sadistschen Ausformungen waren ähnlich in allen " Schichten". Auch ich war des Öfteren in der Uniklinik Homburg, alle glaubten die Geschichten meiner Eltern.
    Meiner Deutschlehrerin Frau Nitschke habe ich Jahre später die ganze Gewalt anvertraut. Sie brach daraufhin den Kontakt zu mir ab.
    Wacht auf, ihr Zweibrücker, Pfälzer und Saarländer, dies alles passierte direkt vor eurer Haustür! Jahrzentelang! Wo wart ihr?
    Jerôme, danke für deinen Mut, das alles öffentlich zu machen!
    Ich möchte nicht wissen, wieviel Ignoranz und Verleugnung du trotz deiner Offenbarungen ertragen musstest.
    Viel viel Kraft wünsche ich dir!

  • #4

    Kenner (Freitag, 03 Mai 2019 01:37)

    Ja, Zweibrücken und die angrenzenden Regionen waren eine Keimzelle für Kindesmisshandler!Im Unterricht in den 80er Jahren haben wir bis in die Leistungskurse hin darüber diskutiert, trotz vieler Offenbarungen der betroffenen Minderjährigen sind die Lehrkräfte nicht eingeschritten. Manch einer von uns hat den Abschluss mit dem Rohrstock im Rücken machen müssen. Interessiert haben nur die Zensuren. Eklatant!

  • #5

    Kleines Einhorn (Montag, 08 Juli 2019 13:25)

    Die Geschichte von Jerome ist erschütternd und trieb mir immer wieder Tränen in die Augen. Auch die Tatsache, dass seine Eltern nur geringfügig dafür belangt wurden, macht mich zornig. Dass allerdings diese Region das Zentrum alle Bösen sein soll, stimmt einfach nicht. Überall in Deutschland ist es schon vorgekommen, dass Kinder misshandelt, missbraucht und eingesperrt wurden. In jedem Bundesland finden sich geschundene und gebrochenen Kinderseelen.
    Möge Gott ihnen die Kraft geben zu heilen und nicht an ihren Wunden zu verzweifeln.

  • #6

    Mathias M. (Mittwoch, 17 Juli 2019 03:10)

    Doch- in Zweibrücken und angrenzenden Regionen war alles viel drastischer und häufiger in Bezug auf Kindesmisshandlungen!
    Während in Berlin die Kinderläden entstanden, wurde auf dem Land hemmungslos weiter geprügelt. In Zweibrücken gab es noch nicht einmal einen Kindernotruf!
    Ich weiß es genau, weil ich mit meinen Eltern in sieben verschiedenen Städten gelebt habe, nirgendwo haben wir so viel alltägliche Gewalt gegen Kinder erlebt wie dort. Meine Eltern, beide Lehrer, wollten in den 80er Jahren dort ein Netzwerk an Hilfe für Kinder aufbauen und wurden von den Stadtvätern fortan drangsaliert. Ein Kind zu schlagen war nicht verpönt und es geschah im öffentlichen Raum, bsp. der Fußgängerzone, ohne dass jemand Anstoß daran nahm.
    Sicher gibt es das deutschlandweit, aber hier wurde es über Jahrzehnte öffentlich geduldet und das finde ich skandalös und es sollte nicht verallgemeinernd durch den Kontext zu Deutschland abgemildert werden.
    Es war unvorstellbar, wie lange alle Institutionen weggeschaut haben.
    Eine Tracht Prügel gehörte zum guten Zweibrücker Ton.
    ALLE meine Freunde von dort leiden heute noch unter den Spätfolgen.

  • #7

    Fee (Freitag, 02 August 2019 11:18)

    Ein großartiges Buch, dass mich unglaublich betroffen machte und oft zum weinen brachte. Es ist unglaublich, was sich in dieser Familie abgespielt hat. Ich selbst bin in Pirmasens aufgewachsen. Geboren in den 70ern, habe ich weder in meiner Familie, noch bei meinen Freunden oder Klassenkameraden ein solches Bild gesehen. Ja, wenn wir frech waren, durften unsere Eltern uns noch eine Backpfeife geben. Aber schlimmeres habe ich persönlich nie erlebt. Ich stimme "kleines Einhorn" zu. Pirmasens, bzw. Zweibrücken hier als Höllenschlund zu betrachten geht meiner Meinung nach zu weit.
    Ich wünsche Jerome viel Kraft und alles Gute für seine Zukunft und danke ihm, dass er diese Misstände bei den Behörden öffentlich gemacht und angeprangert hat.

  • #8

    Caroline E. (Samstag, 07 September 2019 23:45)

    Ich empfinde jeden Kommentar, der die Schilderungen der Betroffenen zu nivellieren versucht nach dem Motto, bei uns war es nicht so und das sind alles bedauerliche Einzelschicksale, als erneuten Schlag ins Gesicht der Opfer.
    Patriotismus zu einer Stadt oder Gegend noch dazu untermauert von einem „ das ist halt überall in Deutschland mal vorgekommen“ bewerte ich als völlig unangebracht und empathielos. Man mag sich überlegen, was solche Kommentare bei Betroffenen auslösen können.
    Schnell mal eben so dahingeschrieben, um nicht als einziger Schandfleck in Deutschland zu gelten, eine Art Ehrrettung einer pfälzischen Kleinstadt, steht in keinem Verhältnis zu den Kommentaren der Opfer. Denn für sie gilt: Lebenslänglich mit den Folgen des Wegsehens zu Überleben. Und ein Überleben ist nicht zwangsläufig ein Leben.
    Das fatale an dieser Gegend war, dass Behörden, Lehrer, Nachbarn sich über Jahrzehnte hinweg an einer Kultur des Wegsehens beteiligten.
    Über Jahrzehnte!!!
    Und da hatte Zweibrücken eine unangefochtene Vorreiterstellung.
    Punkt.

  • #9

    Jens Zweibrücken (Samstag, 07 September 2019 23:52)

    # 5
    Dass Gott den Opfern die Kraft geben möge zu heilen, wage ich sehr stark zu bezweifeln!
    Solchen schwerst gefolterten Menschen könnte vielleicht ein guter Traumatherapeut helfen.
    Ein Gebet? Unwahrscheinlich.